Antoniusschule

Unterrichtsformen

Verschiedene Unterrichts- und Organisationsformen sollen es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, abwechslungsreich und mit unterschiedlichen Erfahrungen zu lernen. Abhängig von Unterrichtsinhalten, Klasse und Lehrer/in kann Lernen stärker lehrer/inzentriert oder schüler/inorientiert stattfinden.

Formen des offenen Unterrichts wie Lernen an Stationen, Werkstattunterricht, Wochenplanunterricht, Freie Arbeit und jahrgangsübergreifendes Lernen (z. B in den Trainingsstunden) stehen bei uns im Vordergrund und haben sich bewährt.

Beim Lernen an Stationen werden den Kindern zu einem Themenkomplex in einem Fach eine genügend große Vielfalt an Aufgabenstellungen und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt, so dass ein differenziertes Angebot entsteht. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich für Aufgabenstellungen, Arbeitsmaterialien, Hilfsangebote, Lerntempo und Arbeitszeit zu entscheiden. So gehen die Aktivitäten beim Lernen vom Kind aus. Die Lehrerin kann sich beim Stationsbetrieb zurücknehmen und einzelnen Kindern gezielte individuelle Hilfe anbieten.

Das Lernen an Stationen leistet auch einen wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen, z.B. alleine und mit Partnern lernen, helfen, um Hilfe bitten, sich absprechen.

Der  Werkstattunterricht ist ein erweiterter Stationsbetrieb, der zu einem Thema vielfältige Fächer verbindende und übergreifende Angebote in großer Zahl bereithält. Ein Hauptmerkmal sind viele handelnde, praktisch orientierte Stationen. Er erstreckt sich oft über einen längeren Zeitraum.
 
In der Freien Arbeit erfahren die Kinder Lernsituationen, in denen sie auch noch den Lernstoff mitplanen und -gestalten können. Die Schüler wählen aus den ihnen zur Verfügung stehenden Lern- und Arbeitsmaterialien aus und bringen selbst zusätzliches Material mit und arbeiten daran.

Bei der Tagesplanarbeit und dem Wochenplanunterricht kann jeder Schüler sein Lerntempo, seinen Lernrhythmus und seinen Lernanspruch weitgehend selbst bestimmen. Die Lehrerin wird dabei zum Lernhelfer, der den Kindern in Form eines Plans Aufgabenstellungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade an die Hand gibt, die an einem Tag oder in einer Woche erledigt werden. Zusatzangebote sollen weitere Lernanreize bieten.

 
Der Projektunterricht schließlich behandelt ein Thema, das fächer- oder auch Klassen übergreifend erarbeitet wird. Die Kinder arbeiten an einem „Problem“ oder einer Fragestellung, die sie zum Denken und Handeln anregen. Sie müssen sich dazu Informationen beschaffen, Beobachtungen anstellen, Versuche organisieren und das Problem aus vielen verschiedenen Blickwinkeln durchleuchten, um zu einem Ergebnis oder einer Problemlösung zu gelangen. In der Regel werden die Ergebnisse in einer gemeinsam erarbeiteten Form dokumentiert. Der zeitliche Rahmen kann dabei sehr variabel gesteckt sein.

Die Projektwoche ist neben dem Projektunterricht eine besondere Form des Unterrichts. Dabei lernen die Kinder nicht nach dem Stundenplan  und in einzelnen Fächern. Sie haben Gelegenheit, ein Thema nach eigenen Vorschlägen und nach ihrer Wahl innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes ausführlicher und gründlicher zu behandeln. Die Schüler/innengruppen können sich aus allen vier Jahrgängen zusammensetzen und arbeiten an dem Thema, das sie sich ausgesucht haben. Die Lehrer/innen sind nicht alleinige Projektleiter, sondern vorrangig Projekthelfer oder -betreuer der Gruppe. Wie beim Projektunterricht sind die Schüler und Schülerinnen an der Planung und Durchführung möglichst weitgehend beteiligt. Für alle Projekte gilt: Ein Thema wird nicht nur nach einem Gesichtspunkt durchgeführt, sondern von vielen Seiten angegangen. Das, was gelernt wird, wird immer auch praktisch umgesetzt. Es wird in einer Projektwoche - wie schon Pestalozzi gefordert hat - mit Kopf, Herz und Hand gelernt.

Alle offenen Unterrichtsformen bieten in erhöhtem Maße die Möglichkeit, Fächer übergreifenden (Fächer verbindenden) Unterricht anzubieten. Themen mit Schwerpunkten in bestimmten Fächern können mit Stationen oder Aufgabenstellungen aus anderen Fachbereichen ergänzt und erweitert werden.
 
Neben der Einzelarbeit werden die Kinder auch zur Partner- und Gruppenarbeit angehalten. Diese Formen tragen dazu bei, dass die Kinder auch soziale Verhaltensweisen einüben wie Hilfen anbieten oder annehmen, Vorschlägen zuhören, Kritik annehmen, andere akzeptieren.

Die Trainingsstunden bieten den Kindern jahrgangsübergreifende Fördermöglichkeiten in verschiedenen Bereichen.

Bei Arbeitsgemeinschaften (AG´s) handelt es sich um zusätzliche Angebote, für die Kinder sich freiwillig je nach ihren Neigungen entscheiden können. Es werden Themenbereiche angeboten, für die im Unterricht  Möglichkeiten und Zeit fehlen, wie "Kochen", "Kunst", "Tanzen", "Musical“, "Schach“,  "Handball“ oder "Kanufahren“. Wir begrüßen es sehr, dass uns Eltern unterstützen und auch immer mal wieder AG’s anbieten. AG´s machen den Kindern, Lehrerinnen und Eltern sehr viel Freude und es ist wichtig, dass Kinder die Möglichkeit und die Zeit haben sich mit über den Unterricht hinausgehenden Themen intensiver beschäftigen zu können.

Unterricht kann aber nicht nur im Klassenraum oder im Schulgebäude stattfinden. Wann immer es möglich ist und sich anbietet, wird der Unterricht auf außerschulische Lernorte verlegt. So kann man Dinge in der Natur erkunden, Unterrichtsgänge unternehmen in den Stadtteil, zu Stadtbücherei, Rathaus, zu Stätten von Essens Vergangenheit, wie zur Abteikirche in Werden und Münsterkirche, zur Radfahrübungen in die Jugendverkehrsschule, zu Museen, usw.
 


 

Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum